Kategorie: Andachten

Andacht „Geordnete Verhältnisse“

Andacht „Geordnete Verhältnisse“

Andacht Lk 19,1–10
2 Zachäus, der oberste Zolleinnehmer, ein reicher Mann,
3 wollte unbedingt sehen, wer dieser Jesus war. Aber es gelang ihm nicht, weil er klein war und die vielen Leute ihm die Sicht versperrten.
Dieses Gefühl bekommt er nicht los. Dieses Gefühl, dass er einfach nicht groß genug ist. Aber nicht nur jetzt in der Masse der Leute, die Zachäus die Sicht versperren. Schon sein ganzes Leben hat er das Gefühl, dass er zu kurz kommt. Die anderen haben schon immer auf ihn herabgesehen und über ihn gelacht. Irgendwann dreht er den Spieß um und bändelt mit den ver-hassten Römern an. Die geben ihm eine gutbezahlte Stelle als oberster Zolleinnehmer von Jericho. So treibt er für sie die Steuern von den Leute ein, die die Stadt mit ihrer Ware betreten oder verlassen. Das spielt Geld in die Stadtkassen und in seine eigene. Gern auch mal mehr, als die Gesetze vor-schreiben. Aber mit den römischen Besatzern hinter sich fühlt er sich stark, fühlt er sich groß. Was die
anderen über ihn schimpfen, ist ihm egal. Für sie ist er ein Verräter. Von ihm wird sich fern gehalten!
Heute ist ein besonderer Tag.
Jesus, der Zimmermann und Wunder-mann aus Nazareth, kommt in seine Stadt. Diese Chance will er sich nicht entgehen lassen. Er fühlt sich klein, doch er hat sein ganzes Leben gelernt, sich größer zu machen. Er ist schlau und er kann gut klettern. Oben auf dem Baum will er die beste Sicht auf den Heiler haben. Einsame Spitze!
Doch dann hört er sei-nen Namen.
„Zachäus, komm da runter! Schnell, ich muss zu Dir in Dein Haus und Dein Gast sein.“ Zachäus, leicht perplex, folgt den klaren Anwei-sungen. „Warum nicht?“ Denkt er sich. Alle hassen mich und der berühmte Rabbi kommt zu mir. Endlich kann ich ihnen allen zeigen, wie wichtig ich bin und wie groß. Doch dann hört er Jesus von dem Reich Gottes reden. Er hört, dass dort jeder Mensch geachtet wird, auch er. Einfach so, weil Gott das so will. Der kleine Mann, der sich irgend-wie groß machen wollte, um gesehen und wichtig zu sein, bekommt die An-erkennung einfach so. Es durchzuckt Zachäus. Er versteht: „Jesus isst bei mir, nicht weil ich so reich bin, son-dern einfach, weil ich es in seinen Au-gen wert bin. Ich, der korrupte Hals-abschneider.“
Das erste Mal in seinem Leben erlebt er, dass er groß genug ist. Jetzt, wo sich die inneren Verhältnisse geordnet haben, drängt ihm die ganze Unge-rechtigkeit ins Gewissen, die er ande-ren angetan hat, um sie klein und sich selbst größer zu machen. Er will wie-der gerecht leben. Gibt zu viel genom-menes Geld vierfach zurück und die Hälfte seines Vermögens an die Armen Er ist mit Gott und sich versöhnt und streckt auch anderen die Hand hin. Darum urteilt Jesus: In diesem Haus ist es wieder etwas heil geworden. Halleluja!
Wohl dem, beim dem Gott so die Ver-hältnisse ordnet. Amen.
Pfr. Pohle

Andacht „Ohne Sonntag fehlt dir was“

Andacht „Ohne Sonntag fehlt dir was“


Mit diesem Werbespruch wirbt Liedermacher Gerhard Schöne für die Kirchenzeitung: „Der Sonntag“. Mir gefällt dieser Satz immer wieder. Ich will, dass mir nichts fehlt, dass ich keinen Mangel habe. Wenn es also den Sonntag (gemeint ist der Wochen-tag) nicht gäbe, würde mir was fehlen. Was könnte das sein?
Ein Tag zum Ausruhen, ob er nun Sonntag oder Mittwoch heißt, ist völlig unerheblich — brauche ich das wirklich? Gott sagt: „Ja, Mensch, diesen Tag brauchst du. Für dich und für mich.“ Vgl. 2. Mose 23,12
Gott ordnet einen freien Tag an.
Ich soll ihn für mich nutzen. Meine Seele braucht Zeit zum Auf-tanken. Ich darf aus-schlafen, ich darf den morgendlichen Kaffee trinken ohne Zeitdruck im Nacken, ich darf mir Zeit nehmen zum Lesen und Nachdenken, zum Spielen mit den Kindern oder Enkeln, zum Reden mit den Nachbarn. Ich kann Natur genießen beim Spaziergang oder einer Radtour.
Ich darf einfach sein. Womit tanken Sie Ihre Seele auf? Was tut Ihnen gut? Überlegen Sie mal!
Ich soll diesen freien Tag auch für Gott nutzen. Das klingt schon wieder ein bisschen nach Arbeit und Pflichterfüllung. So meint Gott das aber nicht. Gott hat uns Menschen geschaffen als sein Gegenüber.
Wir wollen doch auch mit anderen kommunizieren und Zeit verbringen, oder? Wir sind nicht zum
Alleinsein geschaffen.
ER möchte diese freie Zeit mit uns verbringen. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, dies zu tun. Zum Bei-spiel mit einer Stillen Zeit allein im Wohnzimmer oder Garten. Bibellesen und darüber nachdenken, meditieren. Mit Lobpreis kann ich Zeit mit Gott verbringen, das heißt, Gott anbeten mit Liedern oder Psalmen oder eigenen Gebeten. Ich kann in Gemeinschaft einen Gottesdienst erleben. Mittlerweile nicht nur den klassischen in einer Kirche, sondern auch an ganz ungewöhnlichen Orten, so-gar im Internet. Und noch viele Möglichkeiten mehr.
Der Sonntag wurde für den Menschen gemacht, also für mich. Was mache ich damit? Was bringt mir das?
Probieren Sie es bewusst aus: Ein Tag in der Woche ohne Arbeit. Dafür Zeit für mich und Zeit für Gott. Sie werden erleben, dass Sie nie wieder ohne Sonntag leben wollen.
Genießen Sie die Sonntage!
Es grüßt Sie herzlich
Ihre Daniela Griesbach

Wie ein Baum am Wasser gepflanzt

Wie ein Baum am Wasser gepflanzt

Bäume sind für mich faszinierende
Lebewesen. Gern bin ich – vor allem
jetzt in den Sommermonaten – im
Wald unterwegs. Dort, wo viele Bäume
zusammenstehen, ändert sich das Klima:
Es ist feuchter und kühler. Der
ganze Wald ist lebendig. Wenn ich
eine Hand Wald-Erde nehme, sind dort
in der Regel mehr Lebewesen enthalten,
als es Menschen gibt. Um Schädlinge
abzuwehren, senden Bäume
Duftstoffe aus. Diese Duftstoffe sind
für uns Menschen ausgleichend und
regen unser Immunsystem an.
Damit jeder einzelne Baum im Gleichgewicht
bleibt, ist eine Sache entscheidend:
Ausreichend Zufuhr von
Wasser. Ohne Wasser kann er nicht
blühen und Früchte austreiben und
sich daher auch nicht vermehren.
Ohne Wasser kann er keine Duftstoffe
mehr aussenden und sich gegen
Schädlinge wehren. Ohne Wasser
vertrocknet der Baum, er dorrt aus
und stirbt ab und mit ihm Stück für
Stück des artenreichen Waldes.
Das Bild vom Baum, für den das Wasser
das Lebenselixier ist, nimmt der
Prophet Jeremia auf:
Gesegnet ist der Mann, der sich auf
den Herrn verlässt und dessen Zuversicht
der Herr ist. Der ist wie ein
Baum, am Wasser gepflanzt, der seine
Wurzeln zum Bach hin streckt. Denn
obgleich die Hitze kommt, fürchtet er
sich doch nicht, sondern seine Blätter
bleiben grün; und er sorgt sich nicht,
wenn ein dürres Jahr kommt, sondern
bringt ohne Aufhören Früchte.
(Jeremia 17, 7+8)
Jeremia nimmt das Bild des Baumes
auf und vergleicht denjenigen, der an
Gott glaubt und auf ihn vertraut, mit
einem Baum an den Wasserbächen.
Wer seine Wurzeln Gott entgegen
streckt, ist allezeit gut versorgt. Egal,
ob Hitze oder Dürre kommen, wenn
Gott mein Lebenselixier ist, kann ich
so schnell nicht verdursten. Ich habe
Gott an meiner Seite. Gott gibt mir
Kraft und Mut. Durch ihn kann ich aufblühen
und reiche Frucht tragen. Und
von dieser Frucht kann ich wiederum
anderen abgeben und sie speisen.
Weil ich tief verwurzelt bin, kann ich
mich entfalten und eine große Baumkrone
ausbilden, die anderen Kühle
und Schatten bietet.
Lasst uns beten:
Herr, wie ein Baum sei vor dir mein
Leben. Gib mir Wurzeln, die tief in die
Erde reichen, dass ich fest verwurzelt
im Glauben an dich bin. Gib mir die
Kraft, zum festen Stamm zu wachsen,
dass ich aufrecht an meinem Platze
stehe, und nicht wanke, wenn auch
Stürme toben. Schenke mir vom Wasser
des Lebens, damit ich blühen und
Frucht bringen kann für mich und andere
und für dich, Gott. Amen (nach
Lothar Zenetti)
Pfarrerin Ch. Klement

Andacht 9. August 2020 – 9. Sonntag nach Trinitatis

Andacht 9. August 2020 – 9. Sonntag nach Trinitatis

Und des Herren Wort geschah zu mir :
Ich kannte dich, ehe ich dich im
Mutterleib bereitete, und sonderte
dich aus, ehe du von der Mutter
geboren wurdest, und bestellte
dich zum Propheten für die Völker.
Ich aber sprach:
Ach, Herr, ich tauge nicht zu predi
gen; denn ich bin zu jung.
Der Herr aber sprach zu mir :
Sage nicht : “Ich bin zu jung“,
sondern du sollst gehen, wohin ich
dich sende, und predigen alles,
was ich dir gebiete.
Fürchte dich nicht vor ihnen;
denn ich bin bei dir
und will dich erretten,
spricht der Herr
Und der Herr streckte seine Hand aus
und rührte meinen Mund an und
sprach zu mir :
Siehe, ich lege meine Worte
in deinen Mund
Jeremia 1, 4 – 9
Liebe Gemeinde, liebe Leser,
einem jungen Menschen wird hier eine
fast untragbare Verantwortung aufgebürdet.
Er wird schwere Lasten zu tragen haben
und viel Entbehrung und Verzicht
auf sich nehmen, wenn er diesen Weg
beschreitet. Er wird Freunde vor den
Kopf stoßen und sich sozial isolieren.
Mit einem Familienleben ist dieser Auftrag
nicht vereinbar.
Den Machthabern wird er, Jeremia,
unbequeme Wahrheiten entgegen
schleudern und sie ganz offen kritisieren.
Dafür wird er misshandelt, und
Todesgefahr wird sein ständiger Begleiter.
Und dennoch: Er geht diesen
schweren Weg, weil er tief innen
spürt, dass es seine von Gott zugedachte
Lebensaufgabe ist.
Es hat in der Geschichte immer wieder
beeindruckende Persönlichkeiten gegeben,
die sich, aus ihrer gegenüber
Gott und Menschen empfundenen Verantwortung
heraus, bewusst großer
Gefahr aussetzten.
Im Mai 1934 formulierten Theologen
der “Bekennenden Kirche“ einige Thesen,
die als wichtiges Zeugnis
kirchlichen Widerstands
im Dritten Reich in die deutsche
Geschichte eingingen.
Darin steht u.a.:
“Wir verwerfen die falsche
Lehre, als könne und dürfe
sich die Kirche mit Herrschaftsbefugnissen
ausgestattete
Führer geben und
geben lassen.“
Wer so etwas mit seinem
Namen
unterzeichnete, lebte in den
Jahren der Hitler-Diktatur
sehr gefährlich.
Viele, die sich im aktiven Widerstand
engagierten, bezahlten mit ihrem Leben.
Wenn ich mich (lesend oder Filme
schauend) mit diesen Themen befasse,
wird mir sehr, sehr unbehaglich.
Ich sehe die Gesichter … Bonhoeffer …
Stauffenberg … Goerdeler

  • äußerlich Menschen wie Du und Ich
  • und frage: Woher nahmen diese Leute
    den Mut, den Halt, die Entschlossenheit,
    sich gegen Staatsgewalt, Zeitgeist
    und politischen Mainstream zu
    stellen?
    Und heute? Was würde Jeremia sagen
    in einem Land, das sich nach außen
    Bruder Hausmeister
    Ich saß einsam im Warteraum der Klinik. Die Gedanken im Kopf waren düster,
    obwohl eine helle Wintersonne ihre Strahlen durch die Fenster schickte.
    Meine Gedanken standen dazu in großem Kontrast.
    Dann kam er. An seiner Kleidung sah man es deutlich: Er gehörte zum technischen
    Personal. Er genoss jeden einzelnen Sonnenstrahl. Er räkelte und
    streckte sich auf seinem Stuhl, während er den Kaffee genüsslich schlürfte.
    Und plötzlich fing er an zu reden. Es wurde eine richtige Predigt.
    „Meine Ärzte in ihren weißen Kitteln können ja wirklich viel.
    Aber“, und jetzt zeigte er mit dem Finger nach oben,
    „da oben ist einer, der macht Blinde sehend,
    Lahme gehend und Aussätzige rein.“
    Ich war sprachlos. Ich konnte kein Wort sagen. Aber in mir kehrte eine tiefe
    Geborgenheit ein. Und ich betete nur: „Herr, danke für den Bruder Hausmeister.
    Ich habe dein Wort an mich gehört.“
    Neukirchener Kalender 26. Januar 2020
    Volker Teich, Dußlingen
    herausputzt mit sauberen Flüssen
    und Städten und vorbildlichen Umweltstandards,
    seine schmutzigen
    Geschäfte aber fernab im Ausland
    tätigt?
    Ganz zu schweigen von Waffen, die
    dem Staat viel Geld bringen, aber
    irgendwo auf der Welt ja auch
    “verbraucht“ werden.
    Manchmal wünsche ich mir eine Kirche,
    die dem Staat
    öfter auf die Finger
    klopft
    … und gleichzeitig denke ich:
    Die Kirche, das bin ja auch ICH und
    DU und wir müssen nicht Bonhoeffer
    sein und schon gar nicht Jeremia.
    Unser kleiner Mut könnte sich aber
    nähren von dem Wort:
    “ Fürchte dich nicht vor ihnen …
    denn ich bin bei dir.“
    C. Domke

Andacht 7. Sonntag nach Trinitatis

Andacht 7. Sonntag nach Trinitatis

„Gott führt sein Volk aus
der Knechtschaft:“
Andacht zu 2. Mose 12-14
Liebe Gemeinde, es ist die lesenswerte
Geschichte vom ersten jüdischen
Passafest. Für Juden ungefähr
so bedeutsam, wie für christliche Familien
das Weihnachtsfest, an dem
die ganze Familie zusammenkommt.
Es wird immer die gleiche Geschichte
erzählt, wie Gott sein Versprechen
einlöst: Er befreit sie aus Ägypten, er
gibt seinem Volk Orientierung und
begleitet sie durch die Wüste, indem
er als Wolken und Feuersäule den
Weg zeigt und sichtbar mitgeht. Beim
Schilfmeerwunder zeigt er seine
Macht in wundersamer Weise. Diese
Geschichte sollen sie ihren Kindern
weitererzählen, damit sie im Volk bewahrt
wird. Gefeiert wird das Passafest
gemeinsam mit Gerichten, die an
den Auszug erinnern.
Was können wir aus dieser Geschichte
lernen? Vielleicht, wie Gott auch in
unserem Leben Hindernisse aus dem
Weg räumt oder Lösungen für Probleme
ermöglicht. Gottes Begleitung
durch Wolken- und Feuersäule macht
uns anschaulich, dass Gott die, die
ihn vertrauen, nicht allein lässt. Er ist
sichtbar an unserer Seite und zeigt
uns den Weg. Gerade jetzt in dieser
Übergangszeit nach der Krise sollten
auch wir der nächsten Generation
erzählen, wie Gott uns begleitet hat.
Denn auch in ihrem Leben werden
Krisen kommen, die dann eine echte
Herausforderung
sind und mit Gottes
Hilfe bewältigt
werden müssen.
Mirjam, die
Schwester von
Mose, hat ein Loblied
gesungen,
angefangen zu
tanzen und alle
anderen haben
mitgemacht. An
Passa ist ganz
wichtig, dass wir
uns an die Geschichte
des Volkes Israel erinnern.
Juden tun das durch Erzählen, aber
auch durch das gemeinsame Singen
und schmecken der Speisen. (Was
hoffentlich bald auch hier wieder ohne
Einschränkung möglich ist.) Doch
sollten wir uns auch an den Dank erinnern,
denn Gott hält, was er verspricht,
er hört wenn Menschen zu
ihm beten, bleibt an ihrer Seite und
hilft zur rechten Zeit. Bleiben Sie Gottes
Beistand anvertraut. Schöne Sommerferien
und erholsame Urlaubstage
unter Gottes Schutz und Segen
wünscht Ihnen A. Schenk

Andacht 5. Sonntag nach Trinitatis zu Lukas 6,1-11

Andacht 5. Sonntag nach Trinitatis zu Lukas 6,1-11

Liebe Leserin, lieber Leser,
Erinnern Sie sich einmal an etwas,
dass Sie sich früher sehnlich gewünscht
und nicht bekommen haben,
und darum schon aufgegeben haben,
sich darum zu bemühen. Nehmen Sie
sich einmal kurz Zeit dafür. Haben Sie
es? Ja? Dann stellen Sie sich vor, jemand
kommt und sagt: „Mach noch
einmal genau das, was du zuletzt dafür
getan hast.“ Auch, wenn es völlig
unrealistisch erscheint. Irgendwie vertrauen
Sie dieser Person und sie kann
Sie dazu herauskitzeln, tatsächlich
noch einmal das zu tun. Und mit einem
Mal bekommen Sie nicht nur das
Gewünschte, sondern noch zig-mal
mehr. Was würde herauskommen? Ich
weiß ja nicht, was es ist, aber mit einem
Augenzwinkern und Vergnügen
rate ich mal blind drauf los: Den Ruhm
und die Figur der Miss Universum, den
Job und vor allem das Vermögen von
Jeff Bezos, dem Amazon-Chef oder
eine eigene (mückenfreie) Tropeninsel
mit Dauerurlaub fallen mir da spontan
ein.
Bei weitem nicht so schillernd, aber
mindestens genauso überwältigt waren
Petrus und seine Fischerkollegen
als sie der Aufforderung von Jesus
dann doch folgen. Sie sollen jetzt am
heller lichten Tag noch einmal die Netze
aus ihren Fischerbooten herauswerfen.
Jetzt nachdem sie die ganze letzte
Nacht nichts mehr gefangen haben.
Sie sind ganz entmutigt und es macht
auch keinen Sinn. Da sind die Fische
gleich weg, wenn sie die Boote kommen
sehen. Will da sich jemand über
ihr Unglück lustig machen? Petrus sagt
noch: „Meister, wir haben die ganze
Nacht gearbeitet und nichts gefangen;
aber auf dein Wort hin will ich die Netze
auswerfen.“ (Lukas 6,5) So fahren
sie raus auf den See Genezareth und
haben mit einem Mal den größten
Fischfang, den sie sich jemals erträumen
konnten. Die Netze drohen zu
reißen, weitere Kollegen werden herbei
gerufen. Wenn sie das verkaufen,
haben sie so viel, dass sie davon noch
Wochen leben können. Die Existenz ist
gesichert. Der eigene Wunsch übererfüllt.
Aus der deprimierten Stimmung ist
überwältigende Freude geworden.
Aber während sie die Fische an Land
ziehen, ist Petrus noch von etwas ganz
anderem überwältigt. Es lässt ihn sogar
die Fische vergessen. Eine Frage
quält ihn: Was ist das für ein Mensch,
der ihm so etwas JETZT sagt, wo er so
enttäuscht war? Jemand, der so mächtig
ist und ihm so viel gibt, dass die
Sorgen von eben ganz überflüssig, ja
regelrecht lächerlich wirken. Der ihn
nicht übersehen hat und weiß, was er
sich wünscht und braucht, obwohl
noch hunderte andere etwas von ihm
wollen. Es ist, als würde Gott ihn ganz
und gar durchschauen: „Herr, geh weg
von mir! Ich bin ein sündiger Mensch.“
sagt Petrus „Du brauchst dich nicht zu
fürchten. Von jetzt an wirst du ein
Menschenfischer sein.“ (Lukas 6,8.10)
sagt Jesus. Und Petrus spürt: Hier bin
ich in guten Händen—als ganzer
Mensch und mit meinen Wünschen. ER
traut mir etwas zu. Ich kann etwas
bewirken.
Ihr Pfr. Pohle

Andacht 28.6. 2020 3. Sonntag nach Trinitatis

Andacht 28.6. 2020 3. Sonntag nach Trinitatis

Simson – stark für sein Volk“
Stellt euch vor, ihr wart den langen
Tag in der Wüste unterwegs, vor vielen
Jahren. Abends sitzt ihr mit den
Familien am Lagerfeuer und hört den
Geschichtenerzählern zu. Ihr seid müde
und habt auch ein bisschen Angst
vor der trockenen Wüste und vor den
Feinden, die sich in der Nacht verstecken
können. Aber diese Geschichten
am Lagerfeuer sollen euch Ruhe für
die Nacht geben und euch Mut machen.
Der Erzähler beginnt:
Vor vielen Jahren lebte im Volk ein
kluger und starker Mann. Sein Name
war Simson und er wurde einem älteren
Ehepaar geboren. Sie hatten lange
für ein Kind gebetet und ein Engel Gottes
sagte sie sollen ihn Gott weihen.
Sie durften ihm nie die Haare schneiden.
Der Knabe wuchs heran und Gott
segnete ihn mit großer Kraft und Verstand.
Er soll mal einem jungen Löwen
gefangen und getötet haben. Simon
war ein fröhlicher Mensch. Er gab anderen
Rätsel auf, trieb Schabernack.
Überlistete seine Feinde und kämpfte
gegen sie. Ein andermal wurde er von
seinen Feinden gefangen und gefesselt.
Als aber Gott ihm half, wurden die
Stricke an seinen ‚Armen wie dünne
Fäden und er entkam.
Im Volk erzählt man sich, dass er so
stark war, dass er eines Tages das
Stadttor einer großen Stadt ergriff, es
aus den Angeln hob, das ‚Tor auf seine
Schultern legte und es einen Berg hinauf
trug.
Doch seine Feinde kamen dahinter,
dass die Kraft in seinen langen Haaren
liegt. Mit einer List schnitten sie ihm
die Haare ab und seine Kraft war verschwunden.
Er wurde ein Gefangener seiner Feinde,
die sich über ihn lustig machten. Es
schien fast, als ob Gott ihn verlassen
hätte. Da rief Simson noch einmal Gott
an und er bekam seine Kraft zurück
und zerstörte das Haus in dem er sich
befand. Mit der rechten Hand hob er
eine Säule auf, mit der linken eine andere.
Da fiel das Haus auf die Feinde,
er selber starb auch. Seine Verwandten
begruben ihn. Simsons Kraft war
von Gott. Er war ein starker Mann ein
Retter seines Volkes, einer der Wunder
tun konnte und andere beschützte.
Stellt euch vor dieser Gott, der Simson
die Kraft gab hält auch über uns die
Wacht. Wir brauchen keine Angst zu
haben weil Gott uns schützt. Was kann
uns diese Geschichte der Bibel sagen?
Habt ihr auch schon einmal etwas
Wunderbares erlebt. Wo können auch
wir heute noch Gottes Wunder entdecken,
vielleicht auch ganz im Verborgenen?
Wenn sich auch der Himmel verdunkelt
so brauchen wir uns dennoch
nicht zu fürchten. „Unser Gott ist stärker!“
Gebet: „Mächtiger Gott, im Alten Testament
wird von starken Männern und
Frauen berichtet, die ihr Volk schützen.
Aber eigentlich bist du es, von dem der
Schutz ausgeht. Du beschützt die Kleinen,
die Starken und Schwachen, alle
die sich mit ihnen Stimmen an dich
wenden und um Schutz bitten. Behüte
und beschütze auch uns in diesen Tagen
und Wochen die vor uns liegen.
Amen“
So bleiben Sie gesegnet und behütet in
diesen Zeiten. Gottes Schutz sei mit
ihnen.
A. Schenk

Andacht 24.6. 2020 –. 2. Sonntag nach Trinitatis

Andacht 24.6. 2020 –. 2. Sonntag nach Trinitatis

„Könnte bei uns nicht endlich auch mal
alles normal laufen?“, stöhnte eine
Freundin, als wir miteinander telefonierten.
Eine Ausnahmesituation
schien bei ihr die nächste abzulösen:
Die Tochter zog ins Ausland, der Sohn
bekam den gewünschten Schulplatz
nicht, beim Haus musste das Dach
repariert werden, die Mutter wurde
pflegebedürftig, die Putzfrau kündigte
und dann starb auch noch die Katze.
„Und das alles innerhalb von zwei Monaten,
ich kann nicht mehr“, gestand
mir meine Freundin. „Und du? Hast du
bei all den Aufgaben mal an dich gedacht?“,
frage ich vorsichtig nach.
„Ich?“, lacht die Freundin, „wie soll
das denn gehen? Ich bin da mittendrin.
Ich muss mich um alles kümmern.
Wer soll es denn sonst machen?
Für mich bleibt da keine Zeit.“ In der
Zwischenzeit klingelte bei ihr ein anderes
Telefon. „Oh das ist die Bank, da
muss ich rangehen. Ich will mich beraten
lassen wegen eines Kredites, damit
ich meine Tochter im Ausland unterstützen
kann.“ Und schon war sie
weg.
Vor meiner Freundin schien sich ein
Aufgabenberg nach dem anderen zu
türmen. Sie hetzte von einer Aufgabe
zur anderen,
von einem
Termin zum
nächsten. Sie
kam überhaupt
nicht
mehr zur
Ruhe. Selbst
nachts gingen
ihr die
Gedanken
noch durch
den Kopf und
sie konnte
nicht schlafen.
„Kommt her
zu mir, alle,
die ihr mühselig
und beladen seid, ich will euch
erquicken!“ So ruft Jesus uns heute an
diesem Sonntag zu. „Nehmt auf euch
mein Joch und lernt von mir; denn ich
bin sanftmütig und von Herzen demütig;
so werdet ihr Ruhe finden für eure
Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und
meine Last ist leicht.“ (Mt 11,28-30)
„Stell dir vor!“, berichtet mir meine
Freundin bei einem neuerlichen Telefonat,
„gestern hatte ich zwischen
zwei Terminen ein klein wenig Zeit, da
schlenderte ich ein wenig durch das
Stadtviertel, in dem ich gerade war
und plötzlich stand ich vor einer Kirche.
Die Türen waren weit geöffnet.
Es war wie eine große Einladung:
Komm doch rein! Erst ging ich weiter,
ich hatte schließlich doch irgendwie
schon den nächsten Termin im Nacken.
Aber irgend etwas zog mich wie
magisch zurück. Also gab ich nach.
Ich ging in die Kirche hinein. Die Kühle
tat gut. Ich setzte mich in eine
Bankreihe. Mein Blick
fiel auf das Kreuz. Da
sah ich Jesus und ich
weiß auch nicht so
recht, allein durch
den Blick auf das
Kreuz fühlte ich, wie
sich neue Kraft in mir
entfaltete, wie ich
neue Zuversicht bekam.
Auf einmal bemerkte
ich auch, wie
still es hier war. Auch
ich war zur Ruhe gekommen.
Die Gedanken,
die sich sonst
immer wie ein Karussell
im Kopf drehten,
sie standen auf einmal
still. Ich fühlte mich leicht, fast
wie neu geboren, kannst du dir das
vorstellen?“
Ja, Jesus hat die Kraft mich von Grund
auf zu erneuern. In dem Bibelwort für
den heutigen Sonntag lädt er uns ein,
zu ihm zu kommen – mit all unseren
Mühen, unseren Lasten und Sorgen.
Vor Jesus brauche ich nichts zu verbergen,
zu ihm kann ich kommen wie
ich bin. Er wendet sich mir zu, ohne
dass ich irgendeine Vorleistung erbringen
müsste. „Lauft doch nicht vor
euch selbst davon, sondern kommt
mit allem, was euch bedrückt, zu mir!“
Einladend und mit offenen Armen
steht Jesus da: „Kommt zu mir, ich
selber bin der Ausweg. Ich schenke
euch die Ruhe des Herzens. Wer in
meine Nähe kommt, kann wieder atmen,
der kann seine Last abwerfen!“
Pfrn. Klement

Andacht 1. Sonntag nach Trinitatis (14.6. 2020)

Andacht 1. Sonntag nach Trinitatis (14.6. 2020)

Liebe Gemeinde, liebe Leser,
vielleicht haben Sie die folgende kleine
Geschichte so, oder so ähnlich schon
einmal gehört.
Ein Lehrer versucht ein Mädchen – das
einzige der Klasse, dass die Christenlehre
besucht – vor ihren Mitschülern
etwas bloßzustellen und sagt: “Ich
gebe dir 5 Mark, wenn du mir sagst,
wo Gott ist!“
Darauf antwortet das Mädchen nach
kurzem Überlegen: “Und ich gebe
Ihnen 500 Mark, wenn sie mir sagen,
wo Gott nicht ist!“
Ob diese Szene sich wirklich so zugetragen
hat, ist mir eigentlich egal –
wahr ist sie für mich allemal.
Die Frage, wo Gott wirklich steckt, ob
er uns sieht, und wie wir ihn erleben
und für uns “dingfest“ machen können,
bewegt uns Menschen wohl
schon immer, und immer wieder.
“Bin ich nur ein Gott, der nahe ist,
spricht der Herr, und nicht auch ein
Gott, der ferne ist? Meinst du, dass
sich jemand so heimlich verbergen
könne, dass ich ihn nicht sähe? spricht
der Herr. Bin ich es nicht, der Himmel
und Erde erfüllt? Spricht der Herr.
( Jeremia 23, 23+24 )
Diese beiden Verse sind “Kernsätze“
aus der alttestamentlichen Lesung für
den 1. So. nach Trinitatis.
Ob diese Worte auf mich tröstlich oder
beängstigend wirken, hängt nicht unwesentlich
davon ab, welche Gottesbilder
und Glaubenssätze ich im Laufe
meines Lebens verinnerlicht habe.
Das ist manchmal auch eine Sache der
Erziehung – also die Frage danach,
was uns in die “Wiege“ gelegt worden
ist.
Aber nicht nur das. Wir alle sind eingeladen,
auch in Glaubenssachen immer
wieder das Übernommene für uns zu
prüfen und zu entwickeln.
Ich erinnere mich deutlich an ein
Gleichnis, das meine Mutter mir mit
auf den Weg gegeben hat. Sie erzählte
mir von der berühmten “Gläsernen
Frau“, die es im Dresdner Hygienemuseum
zu bestaunen gibt. Bei ihr könne
man alle inneren Organe, Muskeln und
Knochen sehen, und genau so sehe sie
sich selber in Beziehung zu Gott.
Alles liegt vor ihm offen, das Gesunde
und das Kranke, Stärken und Schwächen.
Muss man Gott also noch irgendwas
erklären, sich rechtfertigen,
sich vor ihm ins rechte Licht rücken?
Für dieses Bild von Gott bin ich meiner
Mutter sehr dankbar und habe es für
mein Leben übernommen und
“weiterentwickelt“ – Gott ist also überall,
er sieht das Verborgene, kennt alle
meine Gedanken, ist in mir.
Bei dieser Vorstellung breitet sich in
mir keine Angst, sondern ein warmes
Geborgenheitsgefühl aus. Was mir nun
noch bliebe, wäre vielleicht das:
Alles,was Gott längst von mir weiß und
angenommen hat, selbst anzunehmen!
Das ist zuweilen nicht leicht, gelingt
aber besser, wenn ich Gott an meiner
Seite weiß.
Ich möchte Sie alle einladen, die 1.
Strophe des Wochenliedes zu meditieren:
Von Gott will ich nicht lassen, denn er
lässt nicht von mir,
führt mich durch alle Straßen, da ich
sonst irrte sehr.
Er reicht mir seine Hand, den Abend
und den Morgen
tut er mich wohl versorgen, wo ich
auch sei im Land.
Eine gesegnete Zeit wünscht Ihnen
Christian Domke

Andacht Trinitats 2020

Andacht Trinitats 2020

Andacht Sonntag 7.6. – Trinitatis
Die Andacht zum Hören finden Sie hier:

Liebe Leserin, lieber Leser,
Der Predigttext für den Sonntag Trinitatis
2020 steht im vierten Buch Mose,
Kapitel 6:
22 Und der HERR redete mit Mose und
sprach: 23 Sage Aaron und seinen
Söhnen und sprich: So sollt ihr sagen
zu den Israeliten, wenn ihr sie segnet:
24 Der HERR segne dich und behüte
dich; 25 der HERR lasse sein Angesicht
leuchten über dir und sei dir gnädig;
26 der HERR hebe sein Angesicht über
dich und gebe dir Frieden. 27 So sollen
sie meinen Namen auf die Israeliten
legen, dass ich sie segne.
„Hauptsache gesegnet!“ So hat einmal
ein guter Freund geantwortet, als andere
ihm allerlei gute Wünsche zum
Geburtstag mitgegeben haben. Ich
muss zugeben, mich hat seine Reaktion,
vorsichtig ausgedrückt, befremdet.
Genauer gesagt, ich habe mich über
ihn geärgert. Wie kann man denn so
kaltschnäuzig, ja irgendwie auch arrogant
über die freundliche Zuwendung
anderer hinweggehen?
Allerdings ist oft der Satz „Ich wünsche
Dir Gottes Segen“ schnell gesagt.
Er passt irgendwie überall, zum Geburtstag,
bei der Verabschiedung, vor
einer Prüfung oder einer schweren
Entscheidung. Damit wirkt er beliebig,
wie eine nichtssagende Floskel. Stattdessen
ist es doch viel ansprechender,
wenn mir für MEINE Situation das genau
Passende gesagt wird. Ich wünsche
Dir Gesundheit, viel Erfolg, Geduld
mit den Kindern, Kraft für die
Herausforderung vor der Du stehst,
Freude, Glück, Gelassenheit – eben
alles das was man jetzt braucht und
nicht hat. In solchen Wünschen drückt
sich aus: Ich weiß um Dich, ich interessiere
mich für das was Dich angeht.
Je nachdem wer es sagt und in welcher
Situation kommt
genau das auch an und
tut gut. Aber manchmal
spüre ich bei solchen
ganz auf mich gemünzten
Wünschen eine Last.
Sie stoßen mich auf
meine Schwierigkeiten.
Sie erinnern mich an
mein Defizit. Sie sind
gut gemeint, das schon,
aber diese Wünsche
lassen mich mit mir allein.
Das ist dann doch ganz anders im sogenannten
aaronitischen Segen, wie er
heute zu predigen ist. Hier bitten wir
Gott um seine Gegenwart. Sie wird
uns zugesagt. Wir bitten Gott mit seinem
Schalom, seinem Frieden in unser
Leben einzutreten und es zu bestimmen.
Ich begebe mich unter sein
freundliches Gesicht, das mich an
leuchtet und wärmt. Gott ist mir gnädig,
er meint es in jeder Hinsicht gut
mit mir. Besonders dann, wenn mir
etwas zu viel ist, trägt er das. Ich kann
loslassen was meine Kräfte übersteigt.
Wenn ich etwas schuldig geblieben
bin, werde ich zu einem neuen Anfang
befreit. Dabei verspricht Gott zu geben,
was wir in diesem Segen bitten.
Nämlich uns alles Gute, was wir uns
selbst nicht geben können.
Frieden heißt in diesem Segen nicht
einfach nur, wir streiten nicht. Frieden
ist ganz und völlig unversehrt zu sein,
gelungenes Leben in gelungenen Beziehungen,
Glück und Wohlergehen für
mich und mein Umfeld. Darum überschreitet
der Segen Gottes alle guten
Wünsche bei weitem, er schließt sie in
sich ein und korrigiert sie auf diesen
Frieden hin. Hier unter Gottes Segen
befinden wir uns im Brutkasten des
Lebens.
Es war einen Moment still. Eine intensive
Stille. Sie fühlte sich warm und
voll an, als würde sie überfließen.
Dann sagte die Stimme durch das Telefon:
„Das hat gut getan. Das war wie
im Gottesdienst.“ Die Stimme gehörte
einer gesundheitlich angeschlagenen
Frau. Gerade eben wurde für sie gebetet
und sie wurde gesegnet.
So kehrt zurück in den Alltag unter
dem Frieden Gottes: 24 Der HERR
segne dich und behüte dich; 25 der
HERR lasse sein Angesicht leuchten
über dir und sei dir gnädig; 26 der
HERR hebe sein Angesicht über dich
und gebe dir Frieden. Amen
Pfr. Pohle

Das Lied EG 140 „Brunn alles Heils, dich ehren wir“, finden Sie bald hier: