Kategorie: Allgemein

Cross Country

Cross Country

Liebe Mountainbiker. Hier findet Ihr genauere Angaben zu der Strecke und auch ein Anmeldebogen für die unter 18-Jährigen. Für den Anmeldebogen bitte hier klicken:

Wetter: Die Tour findet derzeit statt. Wetteraussichten:

Welche Strecke wir nehmen, entscheiden wir vor Ort und gemeinsam. Hier ein Streckenvorschlag:

oder etwas kürzer:

Oder ganz woanders:

Viele Grüße, Euer Pfr. Philipp Pohle

Hier der in den Kirchennachrichten veröffentlichte Artikel:

Hygienebestimmungen bei Gottesdiensten

Hygienebestimmungen bei Gottesdiensten

Aufgrund der gegebenen Situation bitten wir Sie auf die aktuellen Hygienebestimmungen zu achten:

Die Gottesdienste haben derzeit eine verkürzte Dauer von ca. 30 Minuten. Die Kollekte wird am Ausgang gesammelt. Abendmahl im Gottesdienst ist leider im Moment (noch) nicht möglich. Die Gesangbücher dürfen nicht genutzt werden, es liegen Liedblätter bereit.

Bitte halten Sie mindestens 1,50 Meter Abstand zueinander. Begrüßen Sie sich mit einem freundlichen Lächeln statt mit Handschlag. Die Sitzplätze in den Kirchen sind durch Liedblätter und /oder Sitzkissen markiert.

Tragen SIe nach Möglichkeit eine Mund-Nasen-Bedeckung. Beim Singen ist das Tragen verpflichtend.

In unseren Kirchen steht Desinfektionsmittel zum Desinfizieren der Hände bereit.

Die Anwesenden werden in Listen eingetragen. Diese dienen ausschließlich zur Nachverfolgung von Infektionsketten, werden 14 Tage im Pfarramt aufbewahrt und danach vernichtet.

Wir bitten Sie nach dem Gottesdienst die Kirche mit Wahrung des Abstandes zügig zu verlassen und sich nicht vor der Kirche zu versammeln.

Wir danken für Ihr Verständnis und wünschen Ihnen Gottes Segen und seinen Schutz.

Der Kirchenvorstand

Bibelgespräch am Telefon, Smartphone oder Computer

Bibelgespräch am Telefon, Smartphone oder Computer

Einladung zum Bibelgespräch am Telefon, Smartphone oder Computer

Schon länger trage ich den Wunsch in mir herum, über den Predigttext für den kommenden Sonntag mit Ihnen und Euch zu sprechen. Was sagen mir die Worte der Bibel persönlich? Was spricht mich an? Wo stoße ich an? Was würde ich gern wissen?

Ich lade Sie und Euch, am 15. April um 19:30 zu einem gemeinsamen Bibelgespräch für circa eine Stunde ein.

Wie finden wir zusammen?                                  

Diese besondere Zeit gibt uns auf interessante Weise die Möglichkeit dazu, obwohl wir uns in diesen Tagen nicht an einem Ort treffen können. Aber über das Telefon und Internet ist das trotzdem möglich. Wir nutzen dazu das Programm „Zoom“, das unser Kirchenbezirk bereitstellt. Damit stellen wir eine Telefon- bzw. Videokonferenz her. Wie das ganz leicht und ganz unproblematisch funktioniert, lesen Sie hier:

1. Möglichkeit Telefon: Sie rufen einfach diese Nummer an: 0695 050 2596

nach dem Anruf wird man gebeten die ID (Identifikationsnummer, eine Art Passwort) einzugeben: 493 651 202 (mit # am Ende, aber das sagt die Stimme am Telefon, die Sie anleitet). Der Anruf ist kostenfrei!

2. Möglichkeit Internet: Über Ihren Laptop oder über Ihr Smartphone treten sie dem Zoom-Treffen bei. Sie Laden sich dieses Programm herunter:

https://zoom.us/j/702123468?pwd=SWhaTitSb3FRQWU4MEE0Y2VFTFAwUT09

Gegenenfalls müssen Sie diese Informationen eingeben:

Meeting-ID: 493 651 202

Passwort: 502755

Wer über das Internet beitritt kann auch seine Kamera freigeben. Aber es reicht auch der Ton.

Ich empfehle Ihnen schon ca. 19:15 dem Treffen beizutreten, dann haben wir ein paar Minuten Zeit technische Fragen zu klären oder uns zu unterhalten, was wir in den letzten Tagen erlebt haben.

Das klingt jetzt alles sehr ungewöhnlich? Sicherlich, aber es ist eine Möglichkeit, die zumindest technisch schon erprobt ist. Vermutlich werden wir erst einmal staunen, dass man so miteinander zusammenkommen kann. Dafür nehme wir uns Zeit und ich denke, wir werden uns dann auch dem Bibelwort zuwenden können.

Hilfreich ist es, wenn Sie und Ihr neben einer ruhigen Umgebung, eine Bibel und etwas zum Schreiben dabei haben bzw. dabei habt. Der Text um den es geht ist der Predigttext für den Sonntag Quasimodogeniti Jesaja 40,26-31. Ich werde das Gespräch leiten und schon ein paar Informationen zum Text sammeln.

Mit gespannter Vorfreude, Ihr und Euer Pfarrer Philipp Pohle

Karfreitag und Ostern in unserer Landeskirche

Karfreitag und Ostern in unserer Landeskirche

Viele Andachten und Gottesdienste im Livestream, aber auch im Fernsehen

DRESDEN – Die Kirchgemeinden in Sachsen bereiten sich derzeit auf die Karwoche und das Osterfest vor. Angesichts der Einschränkungen des öffentlichen Lebens müssen dabei neue Wege gefunden werden, wie Christen in diesem Jahr diese Feiertage begehen können und wie die Osterbotschaft von der Auferstehung Jesu verkündigt werden kann. Das ist zweifelsohne ein beispielsloser Einschnitt in das religiöse Leben für viele Christen in Sachsen. Den bisher schon schwierigen Bedingungen wird somit auch zu Ostern von den Kirchgemeinden mit fantasievollen Ideen und Formaten geistlicher Angebote und virtueller Gemeinschaftsaktionen begegnet werden müssen.

Wenn der direkte Kontakt in Gottesdiensten nicht möglich ist, kommen nun verschiedene andere Kommunikationswege verstärkt in den Blick: Briefe, Telefon, Online-Angebote, aber auch Musik und Glockengeläut. Gerade in Krisenzeiten ist das Bedürfnis der Menschen nach Gemeinschaft groß.

Auf diesen Wunsch nach gemeinschaftlichem Gebet, Austausch und der Freude über das Auferstehungsfest der Christenheit, versuchen die örtlichen Kirchgemeinden und die Landeskirche einzugehen. So wird Landesbischof Tobias Bilz neben den sonntäglichen Livestream-Gottesdiensten auch in der Karwoche um 18:00 Uhr eine Abendandacht anbieten, die auf YouTube und Facebook übertragen und regelmäßig von mehreren hundert Menschen mitgefeiert wird.

Aktuell wird er am 5. April (Palmsonntag) in der beliebten Hörfunksendung „Sonntagsbrunch“ bei MDR SACHSEN (10:00–13:00 Uhr) zugeschaltet sein. Die Sendung lässt sich im Sonntagsbrunch-Audio nachhören.

Am Gründonnerstag, 9. April, lädt der Landesbischof die sächsischen Christen zu einem gemeinsamen Agape-Mahl ein, das er um 17:00 Uhr aus der Diakonissenhauskirche in Dresden per Livestream mit den Gottesdienstzuschauern zu Hause feiern möchte. Brot und Weintrauben werden diesmal nicht nur in der Kirche, sondern auch an vielen vorbereiteten und geschmückten Tischen zu Hause geteilt werden in Erinnerung an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern.

Zum Karfreitag wird es bei MDR SACHSEN – Das Sachsenradio um 7:45 Uhr ein Wort zum Feiertag von Landesbischof Bilz geben. Um 10:00 Uhr kann ein Gottesdienst aus der Unterkirche der Frauenkirche in Dresden als ARD-Fernsehgottesdienst sowie Hörfunkgottesdienst bei MDR Kultur mitgefeiert werden, an dem der Landesbischof mitwirken wird. Zur Sterbestunde Jesu (15:00 Uhr) werden überall in Sachsen die Kirchenglocken läuten. Dazu wurde ein Gebet veröffentlich, das zum Läuten der Glocken gesprochen werden kann. Am Karsamstag wird um 23:00 Uhr aus der Dresdner Kreuzkirche die Nacht der Auferstehung (Osternacht) gefeiert und übertragen.

Am Ostersonntag, 12. April, verkünden viele sächsische Kirchen um 6:00 Uhr mit Glockengeläut die Botschaft von der Auferstehung Jesu vom Tod. Um 10:00 Uhr wird ein Ostergottesdienst mit Landesbischof Tobias Bilz aus der Nikolaikirche Leipzig im Livestream ausgestrahlt. Im Gottesdienst und in den Wohnungen wird gemeinsam das Osterlicht entzündet und Taufgedächtnis gefeiert.

Viele Kirchgemeinden oder Kirchenbezirk organisieren ebenfalls Osterfestgottesdienste im Livestream, die häufig auch in lokalen und regionalen Fernsehprogrammen übertragen werden. So wird durch das Fernsehen auch für Menschen ohne Internet die Möglichkeit eröffnet, als Zuschauer gottesdienstliche Veranstaltungen zu verfolgen.

Die bevorstehende Karwoche und das Osterfest werden aus der Kreuzkirche Dresden mit zahlreichen Veranstaltungen begleitet, die im Regionalprogramm SACHSEN FERNSEHEN und auf dem YouTube-Kanal der Kreuzkirche zu sehen sind. Anstelle der geplanten kirchenmusikalischen Veranstaltungen wurden neue Programme zusammengestellt und mit Gesangs- und Instrumentalsolisten aus Dresden und Umgebung eingespielt. Die Palette reicht von gregorianischen Gesängen und Werken der Romantik bis zu einer Arie aus Bachs „Matthäuspassion″.

In Leipzig gibt es viele Online-Angebote, die von Livestream-Gottesdiensten bis zu Video-Andachten reichen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit Gebetsbriefe im Pfarramt abzugeben, Telefonandachten anzuhören oder geöffnete Kirchen einzeln zu besuchen. In vielen Gemeinden werden in den nächsten Tagen Osterbriefe geschrieben und an die Haushalte verteilt. Kinder malen Osterbilder für ältere Gemeindeglieder oder sie werden in Kirchen ausgelegt.

Unter dem Motto „Eastern calling“ wird in den erzgebirgischen Gemeinden Bernsbach, Beierfeld und Grünhain zum Telefon-Flashmob aufgerufen. Nach dem Fernsehgottesdienst am Ostersonntag um 10:15 Uhr rufen fünf Personen jeweils fünf weitere Personen mit der Osterbotschaft „Der Herr ist auferstanden! – Er ist wahrhaftig auferstanden!“ an und bitten darum, die Botschaft wiederum weiterzutragen. Dort hoffe man, dass sich in der diesjährigen „eher tristen Osterrealität“ „österliche Freude und ein bisschen Geselligkeit“ einstelle.

Die Sächsische Posaunenmission lädt gemeinsam mit dem Evangelischen Posaunendienst in Deutschland unter dem Motto „Ostern vom Balkon“ alle Bläserinnen und Bläser dazu ein, am Ostersonntag um 10:15 Uhr den Choral „Christ ist erstanden“ von Balkonen erklingen zu lassen. 
Auch die Initiative zu einem ökumenischen Glockenläuten am Ostersonntag um 12:00 Uhr, die von der EKD und mehreren Landeskirchen und Bistümern getragen wird, wurde den sächsischen Kirchgemeinden als Anregung weitergegeben.  

In Chemnitz werden unter dem Titel „OSTERN 2020 IN CHEMNITZ – Kirche vor der Kamera“ täglich fünfminütige Sendungen im Chemnitz-Fernsehen und auf Facebook ausgestrahlt. Die Chemnitzer Kirchgemeinden und die Diakonie Stadtmission melden sich damit von Palmsonntag bis Ostermontag jeweils um 18:50 Uhr mit einem geistlichen Impuls zu Wort.

Am Ostermontag wird um 10:00 Uhr ein MDR-Rundfunkgottesdienst aus der Kirche in Dresden Leubnitz-Neuostra gesendet, der parallel auch über den landeskirchlichen YouTube-Kanal per Livestream übertragen werden wird. Die Predigt hält Pfarrer Dr. Wolf-Jürgen Grabner.
[Weitere Informationen zum Ostergeschehen folgen!)

Osterbrief vom Landesbischof

Osterbrief vom Landesbischof

„Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.“
Joh 14, 27


Liebe Schwestern und Brüder,
ich schreibe meinen ersten Brief an Sie in Zeiten des Ausnahmezustandes. Wir gehen auf das Osterfest zu und wissen nicht, wie wir es feiern sollen. Der Ausfall unserer Gottesdienste und Versammlungen war auch in den vergangenen Wochen schwer. Jetzt aber sind wir tief beunruhigt: Wie sollen wir am Gründonnerstag das Heilige Mahl halten? Werden wir die Passionsgeschichte allein lesen müssen? Auf welche Weise soll sich der Osterjubel ausdrücken?


Zugleich schauen wir täglich gebannt auf Infektionszahlen und hören furchtbare Berichte von überfüllten Krankenhäusern im Süden Europas. Wir sind Umständen ausgesetzt, die wir uns nicht im Traume hätten vorstellen können. Ich bitte Sie nun, mit mir einige Schritte zu gehen, um ein wenig zu verarbeiten, was uns gerade widerfährt.


Erschütterungen aushalten
„Bitte sorgen sie dafür, dass wir zu Ostern Gottesdienst feiern können!“ Diesen Wunsch höre und lese ich vielfach in diesen Tagen. Während die einen es in der Enge ihrer Wohnungen nur schwer miteinander aushalten und andere mit Blick auf die Wirtschaft das Ende des Shutdown herbeiwünschen, haben wir Christen (zusätzlich) Sehnsucht nach unseren Versammlungen. Alle zusammen teilen wir die Hoffnung, so schnell wie möglich in unser normales Leben zurückkehren zu können. Das verwundert keineswegs. Die Durchbrechung unserer Gewohnheiten löst tiefe Verunsicherung aus. Wir können im Moment auf keine Erfahrungen zurückgreifen und wissen daher nicht mit Be-stimmtheit, was wir tun sollen. Das fängt schon mit der Einschätzung der Situation an. Wie gefährlich ist dieses Virus, das man nicht sehen kann und dessen Wirkung für die meisten auch nicht spürbar ist? Darf uns jemand verbieten, Gott in unseren Versammlungen zu loben, ohne damit den Bekenntnisfall auszulösen? Kann man den Medien vertrauen, über die alle ihre Informationen be-ziehen oder werden wir planmäßig hinters Licht geführt? Klar ist nur so viel: Jetzt geht es in erster Linie darum, die Ansteckungsquote zu verringern, um Menschenleben zu schützen oder gar zu retten.


Aber Covid 19 ist nicht die einzige Erschütterung, die uns gerade die Sicherheiten raubt. Noch sind wir am Verarbeiten der Krise, die uns im vergangenen Herbst getroffen hat, noch sind wir dabei zu verstehen, wie es zum Rücktritt unseres Landesbischofs Carsten Rentzing kommen konnte. Auch dieser Vorgang war und ist beispiellos. Gerade hatten wir angefangen uns gegenseitig zu erzählen, wie wir das erlebt haben und welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind, da wird uns schon die nächste Herausforderung zugemutet.


Schließlich stecken wir mitten in den Anstrengungen der Umsetzung einer großen Strukturreform. Die ganze Landeskirche ist davon direkt oder indirekt betroffen. Das Ziel ist klar: Tragfähige Strukturen bis möglichst 2040 zu gewinnen. Der Weg dorthin jedoch ist unübersichtlich. Mühsam ordnen wir die neuen Verhältnisse. Über allem schwebt die Sorge, ob wir am Ende in den neuen Strukturen noch ein lebendiges Gemeindeleben vorfinden werden. Oft fehlt die konkrete Vorstellung, wie es in Zukunft gehen soll. Wir fahren auf Sicht und lernen auf dem Weg.


Wir sind also von vielen Seiten unter Druck und sehnen uns nach guten und geordneten Verhältnissen. Offensichtlich aber wird uns zugemutet, dass es jetzt nicht so ist. Wir sind Erschütterungen ausgesetzt und müssen sie zunächst einmal aushalten. Aushalten bedeutet für mich, den Tatsachen ins Auge zu schauen und schnellen Handlungsreflexen zu widerstehen. Aushalten verzichtet auf den vermeintlichen Befreiungsschlag und zieht sich dennoch nicht zurück. Aushalten heißt stehen und fest zu bleiben, um Orientierung zu gewinnen. Im biblischen Sprachgebrauch ist das Besonnenheit. Sie ist eine Frucht des Heiligen Geistes (2. Tim 1, 7). Sie wächst, wenn wir unter Druck in einer Haltung des Gottvertrauens bleiben. Sie wird reif, wenn wir die Überzeugung gewinnen, dass Gott der Herr der Lage ist, selbst wenn scheinbar alles aus dem Ruder läuft.


Frieden erfahren
Jesus Christus hinterlässt Frieden und gibt Frieden. Ich rätsle, warum das bei Johannes unterschieden wird. Steckt dahinter die Beobachtung, dass jede Gotteserfahrung zwar Frieden hinterlässt, dieser Frieden sich aber auch verflüchtigt und dann neu empfangen werden muss? Von mir kann ich jedenfalls sagen, dass ich tatsächlich an manchen Tagen felsenfest davon überzeugt bin, dass alles gut wird, weil Gott da ist. Wenig später aber kann ich in tiefe Zweifel stürzen, weil ein Problem übermächtig wird und das Licht der Gegenwart Gottes völlig verdunkelt. Frieden ist also kein gleichmäßiger dauerhafter Zustand. Er muss bewahrt und immer wieder neu errungen werden. Das betrifft den Herzensfrieden genauso wie den sozialen Frieden unter uns und den Frieden zwischen Völkern und Nationen. Frieden ist nie selbstverständlich da.


In der aktuellen Situation erlebe ich, dass viele Ehrenamtliche und Hauptberufliche den Stillstand im Bereich der Veranstaltungen dafür nutzen um neue Aktivitäten zu entfalten: Livestream-Gottesdienste, Andachten, persönliche Worte, kleine YouTube-Videos… Fast in jeder Gemeinde wendet sich der Pfarrer oder ein Mitarbeitender regelmäßig online an die Gemeindemitglieder. Andachten können über Telefonnummern abgehört werden, es werden kleine Texte ausgedruckt und in Briefkästen gesteckt, Kirchen werden offen gehalten, Seelsorge wahrgenommen. Eine Fülle von Möglichkeiten eröffnet sich ganz neu. Das hilft, um in Kontakt zu bleiben und die Not als Chance zu begreifen. Ich bin davon sehr beeindruckt! Freilich hat das auch seine Schattenseiten. Geraten wir etwa in ein neues Leistungsdenken? Vor einiger Zeit bekannte mir ein Pfarrbruder kleinlaut, dass er noch keinen einzigen Gottesdienst aufgenommen und gestreamt habe und fragte, ob das in Ordnung sei.


Es gilt also auch im Angesicht der neuen Möglichkeiten, im Frieden zu bleiben. Für einen Moment stillzuhalten, könnte uns dabei helfen, uns neu zu orientieren: Welche unserer Veranstaltungen brauchen wir wirklich und welche haben sich längst überlebt? Worauf wollen wir uns konzentrieren, wenn wieder alles möglich ist? Ich wünsche Ihnen in diesem Sinne eine produktive Nachdenklichkeit.



Sicherheiten loslassen
Irgendwann werden wir unser gewohntes soziales Leben wieder aufnehmen. Wir werden uns herzlich die Hände schütteln und uns umarmen, gewiss auch das Leben genießen. Nachgeholte Feiern werden uns besonders tief berühren. Eine Erfahrung aber wird uns bleiben: Unser Alltag kann von einem Tag auf den andern umgestürzt werden und das in Deutschland, einem der sichersten Länder dieser Welt. In uns wird zurückbleiben, dass das Leben immer gefährdet ist. Menschen in Not werden für uns nicht länger die anderen sein, die es eben getroffen hat. Wir werden neu wissen, was immer klar war. Diese Welt bietet nicht den Schutz und die Geborgenheit, die wir brauchen, um uns existentiell aufgehoben zu fühlen. Deshalb ist unser Leben ein Wandern durch diese Welt hindurch, wir sind auf dem Weg in das Reich Gottes.


Ich wünsche mir, dass das unseren Glauben verändert. Mutiger könnten wir werden, um das zu leben, was uns im Glauben an Jesus Christus wichtig geworden ist. So, wie wir jetzt neue Formen der Kommunikation aufnehmen, könnten wir auch in anderen Bereichen unserer Arbeit alternativ denken und handeln. Vielen von uns sind unterschiedlichste Aspekte dessen, was Jesus Christus als Merkmale des Reiches Gottes bezeichnet hat, wichtig. Einiges davon leben wir, anderes scheint nicht recht in unseren Gemeinde- und Lebensalltag zu passen. Dem Unpassenden Platz zu verschaffen, ist oftmals mit Unsicherheit verbunden. Wir wissen noch nicht, wie es sich bewähren wird. Wir haben Angst das Vertraute darüber zu verlieren. Werden wir jetzt risikofreudiger?

„Kirche die weitergeht“ haben wir die „Initiative Missionarischer Aufbrüche“, mit der wir Pilotprojekte des Glaubens und der Gemeinschaft unterstützen, jetzt genannt. Darin drückt sich das Vertrauen aus, dass es mit der Kirche in jedem Falle weitergehen wird. Aber eben nicht nur im Sinne eines schlichten Fortführens. Grenzen sollen überschritten und Neues gewagt werden.


Festigkeit gewinnen
Das Leitwort für diesen Brief bezieht sich auf kommende Verunsicherungen und auf Enttäuschungen im Blick auf nicht erfüllte Erwartungen. Jesus Christus geht davon aus, dass es Ereignisse geben wird, die das Potenzial haben, uns tief zu erschüttern. Eine ältere Frau hat mir in diesen Tagen gesagt: „Es kann ganz schnell zu Ende gehen.“
Deshalb stellt sich am Ende dieses Osterbriefes noch einmal die grundsätzliche Frage nach dem, was uns Halt geben kann.


Zum Dienstbeginn habe ich den kleinen Aufsatzband von Jürgen Moltmann „Wer ist Christus für uns heute?“ geschenkt bekommen. Ich lese ihn in ganz kurzen Absätzen und gewinne daraus Kraft und tiefe Einsicht. Besonders berührt mich, dass Moltmann alles, was unseren Glauben ausmacht und was uns irgendwie betreffen könnte, an der Person von Jesus Christus festmacht. Ich zitiere nur einen kleinen Abschnitt: „Untrennbar gehören beide zusammen: Jesus und das Reich Gottes, das Reich Gottes und Jesus. Jesus bringt das Reich Gottes auf seine einzigartige Weise zu uns Menschen und führt uns in die Weite und Schönheit des Reiches hinein. Und das Reich Gottes macht Jesus zum Christus, zum Heiland und zum Befreier für uns alle.“


Manches wird uns gerade genommen, anderes lernen wir neu schätzen. Es gibt viel Unsicherheit und manche Sorge. Erschüttert wird das, was erschüttert werden kann. Demgegenüber aber steht ein personaler Glaube. Wir sind nicht gegründet in den Lehrsätzen unserer Kirche. Auch unsere ganz persönlichen Erkenntnisse können in Belastungsproben wegbrechen. Die äußeren Verhältnisse des kirchlichen Lebens haben nicht die Verheißung, alle Zeiten zu überstehen und unser Stützen auf irdische Sicherheiten wird in der Krise bloßgestellt.


Jetzt kommt es mehr denn je darauf an, ob wir in Jesus Christus selbst gegründet sind. Die Verbindung mit seinem Leiden, Sterben und Auferstehen ist uns mit der Taufe längst geschenkt worden. Im Glauben ergreifen wir sie jetzt neu! Damit kann Ostern dieses Jahr zu einem besonderen Erlebnis werden: Wir vollziehen vorwegnehmend, dass nach der Krise ein neues Leben beginnt. Dieses neue Leben wird nicht nur eine Rückkehr zum Gewohnten sein, sondern eine andere Qualität haben. Ich bin gespannt, wie sich das ausdrücken wird!


Liebe Schwestern und Brüder, mit diesen Zeilen wende ich mich nicht nur an die Pfarrerinnen und Pfarrer oder hauptberuflich bzw. ehrenamtlich Mitarbeitenden, sondern an alle Glieder unserer Landeskirche. Ich freue mich, dass wir im Glauben miteinander verbunden sind. Gemeinsam freuen wir uns über das, was wir an Segen erleben. Gemeinsam tragen wir auch die Schwierigkeiten und Herausforderungen, die uns zugemutet werden. Ich danke Ihnen von Herzen für Ihre Treue zu unserer Kirche! Sie drückt sich darin aus, dass Sie einfach dabeibleiben, sich beteiligen, mit Ihren Möglichkeiten einbringen oder intensiv mitarbeiten.


Seien Sie an diesem besonderen Osterwochenende auch besonders gesegnet.
Ich bete dafür, dass Sie dem Gekreuzigten und Auferstandenen begegnen.
Herzlich verbunden

Ihr
Tobias Bilz
Landesbischof

Offene Kirchen

Offene Kirchen

Zum Stillen Gebet, zur Andacht und um Gott nahe zu sein, sind unsere Kirchen geöffnet:

in Dorfchemnitz:
am Karfreitag um 15:00
am Ostersonntag von 6:30-17:00 Uhr
am Ostermontag von 10:00- 17:00 Uhr
und bis auf weiteres an jedem Sonntag 10:00 Uhr

in Voigtsdorf:
am Karfreitag um 15:00
am Ostersonntag und Ostermontag von 10:00 – 17:00 Uhr
und bis auf weiteres an jedem Sonntag 10:00 Uhr

In den anderen Orten beachten Sie bitte die entsprechenden Aushänge.
Generell gilt: Das Glockengeläut zu Sonn- und Feiertagen läd zum stillen Gebet in der Kirche und zur Hausandacht zu Hause ein.

Ideen für Ostern

Ideen für Ostern

Eine eigene Osterkerze gestalten

Jedes Jahr zünden wir in unseren Kirchen zum Ostersonntag die Osterkerze an. Dies ist eine uralte Tradition. Die brennende Kerze soll uns zeigen, dass Jesus Christus die Finsternis des Todes durchbrochen hat und sein Licht uns durch alle Finsternis hindurch leiten will. Deswegen brennt die Osterkerze nicht nur zum Osterfest, sondern bis zur Epiphaniaszeit zu allen Gottesdiensten. Bei Taufen wird die Taufkerze an der Osterkerze entzündet und zu Bestattungen in der Kirche brennt sie als Zeichen, dass der Tod nicht das Ende, sondern der Beginn zu neuem Leben bei Gott ist.

Jesus Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. (Joh 8,12)

Da wir dieses Jahr die Osterkerze nicht in unseren Kirchen entzünden können, laden wir Sie ein eine solche Kerze zu Hause zu gestalten. Es ist eigentlich ganz einfach:

Was Sie dafür benötigen:
1 Stumpenkerze in gewünschter Größe (bspw. 15 cm hoch, 6 cm Durchmesser)
roter Wachs (als Wachsplatte oder die Schale von babybel)
1 kleines (Küchen)messer
Anleitung:
A) Mit Wachsplatte
Die Symbole, die auf die Osterkerze sollen mit dem kleinen Messer aus der Wachsplatte schneiden, in den Händen wärmen und auf die Kerze „kleben“, indem Sie das Wachs mit Ihrer warmen Hand für 1-2 Minuten auf die Kerze drücken.
B) Mit Schale von babybel
Die rote Schale vom Käse trennen und in den Händen wärmen, so dass das Wachs formbar wird. Die Symbole, die auf die Kerze sollen mit den Händen formen und auf die Kerze „kleben“, indem Sie das Wachs mit Ihrer warmen Hand für 1-2 Minuten auf die Kerze drücken.
C) Ohne Wachs
Mit einem kleinen Messer die Symbole in die Kerze einritzen.

Die Kerze ist fertig? Dann kann unserer Osterfeier, dieses Jahr mal anders, nichts mehr im Wege stehen. Wir laden Sie zu Folgendem ein:
→ Treten Sie beim frühmorgendlichen Ostergeläut vor die Tür oder öffnen Sie das Fenster und begrüßen Sie den Ostermorgen mit den Worten: Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden.
→ Beim Glockengeläut um 10 Uhr, das uns normalerweise zum Ostergottesdienst ruft, zünden Sie die Kerze an und feiern Sie die Hausandacht oder Gottesdienst über Fernsehen, Rundfunk oder Livestream.