Autor: Philipp Pohle

Andacht Markus 2,23-28

Andacht Markus 2,23-28


Im Text geht es um die Jünger, die
Ähren ausraufen am Sabbat,
was die Pharisäer kritisieren.
Denn das Gebot der Heiligung
des Feiertages ist für sie
wichtig.
Jesus macht ihnen deutlich,
dass der Sabbat für den Menschen
da ist. Also ist die Sabbat-
Ruhe kein Selbstzweck
und Gott kein Herr, der über
die Einhaltung seiner Gebote
wacht. Gott ist ein Gott des
Lebens und der Lebensfreude,
so ist auch die Gestaltung des
Tages zu sehen.
Bei der Sonntagsheiligung geht es
nicht in erster Linie um ein Arbeitsverbot,
sondern darum, dass der Sonntag
dem Leben dient.
Zum Leben gehört unmittelbar, dass
Zeit für die Begegnung mit Gott sein
muss, dass dieses Fest des Lebens
gefeiert werden kann. Sonntags geht
es um „das Leben“.
Die Seele braucht die Liebe.
Um diese Liebe Gottes, die unter uns
wirksam wird, geht es, wenn wir das
Leben in Gemeinschaft feiern.
Das können auch kleine Freundschaften
sein, damit das Leben neuen Farbenglanz
gewinnt und unser innerer
Kompass auf Jesus und sein Erlösungswerk
neu ausgerichtet
wird.
Jeder Mensch steht in seinem Leben
vor der Aufgabe,
seinem Leben eine Richtung
zu geben.
Im Nebel oder in der Krise ist es
schwer, Orientierung zu halten.
Gottes Wort hilft uns
wie der Kompass als ein altes
Messgerät in der Natur.
Diese Ausrichtung auf das Lebenslicht
wünsche ich Ihnen in dieser
dunkler werdenden Zeit.
A.Schenk.

Andacht Psalm 55

Andacht Psalm 55


Liebe Leser,
blättern Sie doch bitte nochmal zurück
zur Titelseite, und vertiefen sich eine
kleine Weile in das Bild …
Welche Gefühle und Gedanken steigen
da aus uns hervor?
Faszination? Wehmut? Sehnsucht?
Lebensfreude? Geborgenheit? Abschiedsstimmung?
Verzagtheit?
Wir leben in der Jahreszeit, die derartige
Naturschauspiele bereithält:
Vogelschwärme, die rauschend über
uns dahinziehen in eine uns unbekannte
Ferne.
Vielleicht schauen wir noch lange
nach, bis ihr hundertfaches Singen
verklingt und sich die Konturen auflösen
im klaren, kühlen, orange-roten
Abendhimmel.
Dann fühlen wir vielleicht dieses Brennen
in der Brust, diesen leichten Druck
im Hals – eine Empfindung, ähnlich
einem Abschied:
Man steht am Bahnsteig, der Zug setzt
sich fast lautlos in Bewegung. Wir winken
einem vertrauten, geliebten Menschen
… wir winken noch immer, obwohl
wir wissen, dass er uns längst
nicht mehr sehen kann.
Ziehende Vögel erinnern uns womöglich
auch an unser Fernweh. Oder an
den Wunsch, dem zu entkommen, was
uns ängstigt, bedrängt oder gar krank
macht.
Im Psalm 55
wird das sehr bildhaft ausgedrückt:
“O, hätte ich Flügel wie Tauben, dass
ich wegflöge und Ruhe fände! Siehe,
so wollte ich in die Ferne fliehen und
in der Wüste bleiben. Ich wollte eilen,
dass ich entrinne vor dem Sturm und
Wetter!“
Hier ist der klagende Beter enttäuscht
von einem falschen Freund. Er
wünscht sich einfach nur weit, weit
weg.
Noch beklemmender ist es, wenn wir
am liebsten vor uns selbst davonlaufen
würden.
Ja, manchmal scheint uns der eigene
Schatten bedrohlich zu werden und
unser Spiegelbild ängstigt uns.
Schauen wir nochmal den Vögeln
nach: Im Herbst ist für sie hier kein
Bleiben.
Wir aber haben hier Heimat, Haus und
warme Stuben. Auch das kann uns
dieses Bild sagen. Und Ihnen sagt es
sicher noch viel mehr, als in den wenigen
Zeilen hier anklingt.
Mir kommt dabei eine Lied-Vers in den
Sinn, der mit seinem
“Wir ruhen all in Gottes Hand“
alles das, was uns bewegt, was wir
fühlen und denken, einschließen kann.

Ihr Kantor C. Domke

Nehmt Abschied, Brüder,
ungewiss ist alle Wiederkehr,
die Zukunft liegt in Finsternis
und macht das Herz uns schwer.
Der Himmel wölbt sich übers Land,
ade, auf Wiedersehn.
Wir ruhen all in Gottes Hand,
lebt wohl, auf Wiedersehn!

Andacht „Geordnete Verhältnisse“

Andacht „Geordnete Verhältnisse“

Andacht Lk 19,1–10
2 Zachäus, der oberste Zolleinnehmer, ein reicher Mann,
3 wollte unbedingt sehen, wer dieser Jesus war. Aber es gelang ihm nicht, weil er klein war und die vielen Leute ihm die Sicht versperrten.
Dieses Gefühl bekommt er nicht los. Dieses Gefühl, dass er einfach nicht groß genug ist. Aber nicht nur jetzt in der Masse der Leute, die Zachäus die Sicht versperren. Schon sein ganzes Leben hat er das Gefühl, dass er zu kurz kommt. Die anderen haben schon immer auf ihn herabgesehen und über ihn gelacht. Irgendwann dreht er den Spieß um und bändelt mit den ver-hassten Römern an. Die geben ihm eine gutbezahlte Stelle als oberster Zolleinnehmer von Jericho. So treibt er für sie die Steuern von den Leute ein, die die Stadt mit ihrer Ware betreten oder verlassen. Das spielt Geld in die Stadtkassen und in seine eigene. Gern auch mal mehr, als die Gesetze vor-schreiben. Aber mit den römischen Besatzern hinter sich fühlt er sich stark, fühlt er sich groß. Was die
anderen über ihn schimpfen, ist ihm egal. Für sie ist er ein Verräter. Von ihm wird sich fern gehalten!
Heute ist ein besonderer Tag.
Jesus, der Zimmermann und Wunder-mann aus Nazareth, kommt in seine Stadt. Diese Chance will er sich nicht entgehen lassen. Er fühlt sich klein, doch er hat sein ganzes Leben gelernt, sich größer zu machen. Er ist schlau und er kann gut klettern. Oben auf dem Baum will er die beste Sicht auf den Heiler haben. Einsame Spitze!
Doch dann hört er sei-nen Namen.
„Zachäus, komm da runter! Schnell, ich muss zu Dir in Dein Haus und Dein Gast sein.“ Zachäus, leicht perplex, folgt den klaren Anwei-sungen. „Warum nicht?“ Denkt er sich. Alle hassen mich und der berühmte Rabbi kommt zu mir. Endlich kann ich ihnen allen zeigen, wie wichtig ich bin und wie groß. Doch dann hört er Jesus von dem Reich Gottes reden. Er hört, dass dort jeder Mensch geachtet wird, auch er. Einfach so, weil Gott das so will. Der kleine Mann, der sich irgend-wie groß machen wollte, um gesehen und wichtig zu sein, bekommt die An-erkennung einfach so. Es durchzuckt Zachäus. Er versteht: „Jesus isst bei mir, nicht weil ich so reich bin, son-dern einfach, weil ich es in seinen Au-gen wert bin. Ich, der korrupte Hals-abschneider.“
Das erste Mal in seinem Leben erlebt er, dass er groß genug ist. Jetzt, wo sich die inneren Verhältnisse geordnet haben, drängt ihm die ganze Unge-rechtigkeit ins Gewissen, die er ande-ren angetan hat, um sie klein und sich selbst größer zu machen. Er will wie-der gerecht leben. Gibt zu viel genom-menes Geld vierfach zurück und die Hälfte seines Vermögens an die Armen Er ist mit Gott und sich versöhnt und streckt auch anderen die Hand hin. Darum urteilt Jesus: In diesem Haus ist es wieder etwas heil geworden. Halleluja!
Wohl dem, beim dem Gott so die Ver-hältnisse ordnet. Amen.
Pfr. Pohle

Andacht „Ohne Sonntag fehlt dir was“

Andacht „Ohne Sonntag fehlt dir was“


Mit diesem Werbespruch wirbt Liedermacher Gerhard Schöne für die Kirchenzeitung: „Der Sonntag“. Mir gefällt dieser Satz immer wieder. Ich will, dass mir nichts fehlt, dass ich keinen Mangel habe. Wenn es also den Sonntag (gemeint ist der Wochen-tag) nicht gäbe, würde mir was fehlen. Was könnte das sein?
Ein Tag zum Ausruhen, ob er nun Sonntag oder Mittwoch heißt, ist völlig unerheblich — brauche ich das wirklich? Gott sagt: „Ja, Mensch, diesen Tag brauchst du. Für dich und für mich.“ Vgl. 2. Mose 23,12
Gott ordnet einen freien Tag an.
Ich soll ihn für mich nutzen. Meine Seele braucht Zeit zum Auf-tanken. Ich darf aus-schlafen, ich darf den morgendlichen Kaffee trinken ohne Zeitdruck im Nacken, ich darf mir Zeit nehmen zum Lesen und Nachdenken, zum Spielen mit den Kindern oder Enkeln, zum Reden mit den Nachbarn. Ich kann Natur genießen beim Spaziergang oder einer Radtour.
Ich darf einfach sein. Womit tanken Sie Ihre Seele auf? Was tut Ihnen gut? Überlegen Sie mal!
Ich soll diesen freien Tag auch für Gott nutzen. Das klingt schon wieder ein bisschen nach Arbeit und Pflichterfüllung. So meint Gott das aber nicht. Gott hat uns Menschen geschaffen als sein Gegenüber.
Wir wollen doch auch mit anderen kommunizieren und Zeit verbringen, oder? Wir sind nicht zum
Alleinsein geschaffen.
ER möchte diese freie Zeit mit uns verbringen. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, dies zu tun. Zum Bei-spiel mit einer Stillen Zeit allein im Wohnzimmer oder Garten. Bibellesen und darüber nachdenken, meditieren. Mit Lobpreis kann ich Zeit mit Gott verbringen, das heißt, Gott anbeten mit Liedern oder Psalmen oder eigenen Gebeten. Ich kann in Gemeinschaft einen Gottesdienst erleben. Mittlerweile nicht nur den klassischen in einer Kirche, sondern auch an ganz ungewöhnlichen Orten, so-gar im Internet. Und noch viele Möglichkeiten mehr.
Der Sonntag wurde für den Menschen gemacht, also für mich. Was mache ich damit? Was bringt mir das?
Probieren Sie es bewusst aus: Ein Tag in der Woche ohne Arbeit. Dafür Zeit für mich und Zeit für Gott. Sie werden erleben, dass Sie nie wieder ohne Sonntag leben wollen.
Genießen Sie die Sonntage!
Es grüßt Sie herzlich
Ihre Daniela Griesbach

Wie ein Baum am Wasser gepflanzt

Wie ein Baum am Wasser gepflanzt

Bäume sind für mich faszinierende
Lebewesen. Gern bin ich – vor allem
jetzt in den Sommermonaten – im
Wald unterwegs. Dort, wo viele Bäume
zusammenstehen, ändert sich das Klima:
Es ist feuchter und kühler. Der
ganze Wald ist lebendig. Wenn ich
eine Hand Wald-Erde nehme, sind dort
in der Regel mehr Lebewesen enthalten,
als es Menschen gibt. Um Schädlinge
abzuwehren, senden Bäume
Duftstoffe aus. Diese Duftstoffe sind
für uns Menschen ausgleichend und
regen unser Immunsystem an.
Damit jeder einzelne Baum im Gleichgewicht
bleibt, ist eine Sache entscheidend:
Ausreichend Zufuhr von
Wasser. Ohne Wasser kann er nicht
blühen und Früchte austreiben und
sich daher auch nicht vermehren.
Ohne Wasser kann er keine Duftstoffe
mehr aussenden und sich gegen
Schädlinge wehren. Ohne Wasser
vertrocknet der Baum, er dorrt aus
und stirbt ab und mit ihm Stück für
Stück des artenreichen Waldes.
Das Bild vom Baum, für den das Wasser
das Lebenselixier ist, nimmt der
Prophet Jeremia auf:
Gesegnet ist der Mann, der sich auf
den Herrn verlässt und dessen Zuversicht
der Herr ist. Der ist wie ein
Baum, am Wasser gepflanzt, der seine
Wurzeln zum Bach hin streckt. Denn
obgleich die Hitze kommt, fürchtet er
sich doch nicht, sondern seine Blätter
bleiben grün; und er sorgt sich nicht,
wenn ein dürres Jahr kommt, sondern
bringt ohne Aufhören Früchte.
(Jeremia 17, 7+8)
Jeremia nimmt das Bild des Baumes
auf und vergleicht denjenigen, der an
Gott glaubt und auf ihn vertraut, mit
einem Baum an den Wasserbächen.
Wer seine Wurzeln Gott entgegen
streckt, ist allezeit gut versorgt. Egal,
ob Hitze oder Dürre kommen, wenn
Gott mein Lebenselixier ist, kann ich
so schnell nicht verdursten. Ich habe
Gott an meiner Seite. Gott gibt mir
Kraft und Mut. Durch ihn kann ich aufblühen
und reiche Frucht tragen. Und
von dieser Frucht kann ich wiederum
anderen abgeben und sie speisen.
Weil ich tief verwurzelt bin, kann ich
mich entfalten und eine große Baumkrone
ausbilden, die anderen Kühle
und Schatten bietet.
Lasst uns beten:
Herr, wie ein Baum sei vor dir mein
Leben. Gib mir Wurzeln, die tief in die
Erde reichen, dass ich fest verwurzelt
im Glauben an dich bin. Gib mir die
Kraft, zum festen Stamm zu wachsen,
dass ich aufrecht an meinem Platze
stehe, und nicht wanke, wenn auch
Stürme toben. Schenke mir vom Wasser
des Lebens, damit ich blühen und
Frucht bringen kann für mich und andere
und für dich, Gott. Amen (nach
Lothar Zenetti)
Pfarrerin Ch. Klement

Urlaubsvertretung Pfr. Pohle

Urlaubsvertretung Pfr. Pohle

Guten Tag, bis zum 06.09.20 bin ich im Urlaub. Bitte wenden Sie sich an unsere Mitarbeiterinnen in den Pfarrbüros. In dringenden Fällen erreichen Sie meine Vertretung folgendermaßen:

17.8. – 21.08.2020:
Pfr. Trommler Tel. 035057-51303

22.08. – 28.08.2020
Pfr. Weber Tel. 037323-1327

29.08. – 06.09.2020
Pfr. Wermann Tel. 037329-844

Auf Wiedersehen und bleiben Sie behütet! Ihr Pfr. Pohle

Andacht 9. August 2020 – 9. Sonntag nach Trinitatis

Andacht 9. August 2020 – 9. Sonntag nach Trinitatis

Und des Herren Wort geschah zu mir :
Ich kannte dich, ehe ich dich im
Mutterleib bereitete, und sonderte
dich aus, ehe du von der Mutter
geboren wurdest, und bestellte
dich zum Propheten für die Völker.
Ich aber sprach:
Ach, Herr, ich tauge nicht zu predi
gen; denn ich bin zu jung.
Der Herr aber sprach zu mir :
Sage nicht : “Ich bin zu jung“,
sondern du sollst gehen, wohin ich
dich sende, und predigen alles,
was ich dir gebiete.
Fürchte dich nicht vor ihnen;
denn ich bin bei dir
und will dich erretten,
spricht der Herr
Und der Herr streckte seine Hand aus
und rührte meinen Mund an und
sprach zu mir :
Siehe, ich lege meine Worte
in deinen Mund
Jeremia 1, 4 – 9
Liebe Gemeinde, liebe Leser,
einem jungen Menschen wird hier eine
fast untragbare Verantwortung aufgebürdet.
Er wird schwere Lasten zu tragen haben
und viel Entbehrung und Verzicht
auf sich nehmen, wenn er diesen Weg
beschreitet. Er wird Freunde vor den
Kopf stoßen und sich sozial isolieren.
Mit einem Familienleben ist dieser Auftrag
nicht vereinbar.
Den Machthabern wird er, Jeremia,
unbequeme Wahrheiten entgegen
schleudern und sie ganz offen kritisieren.
Dafür wird er misshandelt, und
Todesgefahr wird sein ständiger Begleiter.
Und dennoch: Er geht diesen
schweren Weg, weil er tief innen
spürt, dass es seine von Gott zugedachte
Lebensaufgabe ist.
Es hat in der Geschichte immer wieder
beeindruckende Persönlichkeiten gegeben,
die sich, aus ihrer gegenüber
Gott und Menschen empfundenen Verantwortung
heraus, bewusst großer
Gefahr aussetzten.
Im Mai 1934 formulierten Theologen
der “Bekennenden Kirche“ einige Thesen,
die als wichtiges Zeugnis
kirchlichen Widerstands
im Dritten Reich in die deutsche
Geschichte eingingen.
Darin steht u.a.:
“Wir verwerfen die falsche
Lehre, als könne und dürfe
sich die Kirche mit Herrschaftsbefugnissen
ausgestattete
Führer geben und
geben lassen.“
Wer so etwas mit seinem
Namen
unterzeichnete, lebte in den
Jahren der Hitler-Diktatur
sehr gefährlich.
Viele, die sich im aktiven Widerstand
engagierten, bezahlten mit ihrem Leben.
Wenn ich mich (lesend oder Filme
schauend) mit diesen Themen befasse,
wird mir sehr, sehr unbehaglich.
Ich sehe die Gesichter … Bonhoeffer …
Stauffenberg … Goerdeler

  • äußerlich Menschen wie Du und Ich
  • und frage: Woher nahmen diese Leute
    den Mut, den Halt, die Entschlossenheit,
    sich gegen Staatsgewalt, Zeitgeist
    und politischen Mainstream zu
    stellen?
    Und heute? Was würde Jeremia sagen
    in einem Land, das sich nach außen
    Bruder Hausmeister
    Ich saß einsam im Warteraum der Klinik. Die Gedanken im Kopf waren düster,
    obwohl eine helle Wintersonne ihre Strahlen durch die Fenster schickte.
    Meine Gedanken standen dazu in großem Kontrast.
    Dann kam er. An seiner Kleidung sah man es deutlich: Er gehörte zum technischen
    Personal. Er genoss jeden einzelnen Sonnenstrahl. Er räkelte und
    streckte sich auf seinem Stuhl, während er den Kaffee genüsslich schlürfte.
    Und plötzlich fing er an zu reden. Es wurde eine richtige Predigt.
    „Meine Ärzte in ihren weißen Kitteln können ja wirklich viel.
    Aber“, und jetzt zeigte er mit dem Finger nach oben,
    „da oben ist einer, der macht Blinde sehend,
    Lahme gehend und Aussätzige rein.“
    Ich war sprachlos. Ich konnte kein Wort sagen. Aber in mir kehrte eine tiefe
    Geborgenheit ein. Und ich betete nur: „Herr, danke für den Bruder Hausmeister.
    Ich habe dein Wort an mich gehört.“
    Neukirchener Kalender 26. Januar 2020
    Volker Teich, Dußlingen
    herausputzt mit sauberen Flüssen
    und Städten und vorbildlichen Umweltstandards,
    seine schmutzigen
    Geschäfte aber fernab im Ausland
    tätigt?
    Ganz zu schweigen von Waffen, die
    dem Staat viel Geld bringen, aber
    irgendwo auf der Welt ja auch
    “verbraucht“ werden.
    Manchmal wünsche ich mir eine Kirche,
    die dem Staat
    öfter auf die Finger
    klopft
    … und gleichzeitig denke ich:
    Die Kirche, das bin ja auch ICH und
    DU und wir müssen nicht Bonhoeffer
    sein und schon gar nicht Jeremia.
    Unser kleiner Mut könnte sich aber
    nähren von dem Wort:
    “ Fürchte dich nicht vor ihnen …
    denn ich bin bei dir.“
    C. Domke

Kirchenvorstandswahlen

Kirchenvorstandswahlen

Bitte beachten Sie folgenden Hinweis zuerst: Die Kirchenvorstandswahlen finden in getrennten Wahlbezirken, jedoch mit einer gemeinsamen Kandidaten Liste statt. Das bedeutet: Sie können nur in dem Wahlbezirk wählen, wo Sie selbst gemeldet sind. Sie können jedoch jeden der Kandidaten, auch aus einem anderen Wahlbezirk ankreuzen. Konkret heißt das: Alle Wähler aus Sayda und dazugehörige Orten wählen nach dem Gottesdienst in Sayda. Alle Wähler aus Clausnitz, Cämmerswalde, Rechenberg-Bienenmühle und dazugehörige Orte wählen nach dem Gottesdienst in Clausnitz. Alle Wähler aus Dorfchemnitz und Voigtsdorf mit Ortsteilen wählen nach dem Gottesdienst in Dorfchemnitz. Die Briefwahl kann alternativ ab sofort in den Pfarrbüros beantragt werden.

Bekanntgabe der Kandidatenliste – Vorstellung der Kandidaten – erneute Bekanntgabe von Orten und Zeiten der Wahlmöglichkeiten

Liebe Gemeindeglieder!

Die diesjährige Wahl von Kirchenvorstehern und Kirchenvorsteherinnen findet in unserer Kirchgemeinde am 20.09.2020 im Anschluss an den Gottesdienst um 10:00 Uhr entsprechend Ihres Wahlbezirks in Dorfchemnitz/Sayda/Clausnitz statt. Unsere Kirchgemeinde Kreuztanne bei Sayda ist in folgende Stimmbezirke eingeteilt: Ehemalige Kirchgemeinden Sayda, Dorfchemnitz-Voigtsdorf, Clausnitz-Cämmerswalde-Rechenberg.

Am Wahltag verhinderte wahlberechtigte Kirchgemeindeglieder können ihr Wahlrecht im Wege der Briefwahl ausüben. In diesen Fällen ist bis zum 16.9. mündlich oder schriftlich beim Pfarramt ein Wahlschein zu beantragen.

Alle wahlberechtigten Kirchgemeindeglieder sind eingeladen, sich an dieser Wahl zu beteiligen.

Für das Amt eines Kirchenvorstehers/einer Kirchenvorsteherin unserer Kirchgemeinde kandidieren folgende Gemeindeglieder:

Aus dem Wahlbezirk Clausnitz-Cämmerswalde-Rechenberg:

Kathrin Roder

Frank Eilenberger

Matthias Wehner

Steve Wagner

Aus dem Wahlbezirk Dorfchemnitz-Voigtsdorf:

Jan Gernegroß

Peter Ihle

Daniel Fischer

Aus dem Wahlbezirk Sayda:

Tino Wenzel

Sylvia Ullmann

Angela Reichelt-Pärnt

Einsprüche gegen das bei der Zusammenstellung der Kandidaten geübte Verfahren oder gegen einzelne Kandidaten können nur geprüft werden, wenn sie bis zum 16.8. schriftlich und unter Angabe der Gründe beim Kirchenvorstand eingelegt werden.

Die persönliche Vorstellung der Kandidaten erfolgt am 6.9.2020 in den Schulanfangsgottesdiensten jeweils 10:00 in Sayda, Dorfchemnitz, Rechenberg. Dazu werden alle wahlberechtigten Kirchgemeindeglieder herzlich eingeladen.

Die Kirchenvorsteherwahl am 20.9. entsprechend Ihres Wahlbezirks in Dorfchemnitz/Sayda/Clausnitz erfolgt geheim unter Verwendung einheitlich hergestellter Stimmzettel, auf denen in alphabetischer Reihenfolge die Kandidaten aufgeführt sind. Jeder Wähler kreuzt auf dem Stimmzettel die Kandidaten seiner Wahl an, höchstens jedoch neun Namen. Ungültig sind Stimmen, wenn der Stimmzettel

1. nicht vom Kirchenvorstand hergestellt wurde oder für einen anderen Stimmbezirk gültig ist,

2. den Willen des wählenden Gemeindeglieds nicht zweifelsfrei erkennen lässt,

3. einen Zusatz oder Vorbehalt enthält,

4. mehr Kennzeichnungen als zu Wählende enthält oder

5. keine Kennzeichnung enthält.

Kirchgemeindeglieder, die von der Briefwahl Gebrauch machen, müssen ihren Wahlbrief bis zum Beginn des Wahlvorganges dem Kirchenvorstand zuleiten oder dafür sorgen, dass er während des Wahlvorganges dem Vorsitzenden des Kirchenvorstandes/des Wahlausschusses/des Wahlvorstandes übergeben wird. Später eingegangene Wahlbriefe sind ungültig und können deshalb bei der Erstellung des Wahlergebnisses nicht berücksichtigt werden.

Hingewiesen wird besonders auf folgende Bestimmungen der Kirchenvorstandsbildungsordnung (KVBO):

§ 1 Absatz 4 Satz 1 und Absatz 5 KV BO lauten:

„Ehegatten, Eltern und ihre Kinder sowie Geschwister können nicht Mitglieder desselben Kirchenvorstandes sein.“

„Dem Kirchenvorstand darf nicht mehr als ein Mitarbeiter angehören, der bei der Kirchgemeinde angestellt ist.“

§ 10 Absatz 3 Satz 3 bis 5 KV BO lauten:

„Gewählt sind die Kandidaten, die die meisten Stimmen erhalten haben. Bei mehreren Kandidaten gemäß § 1 Absatz 4 Satz 1 oder § 1 Absatz 5 ist nur derjenige gewählt, der jeweils die meisten Stimmen erhalten hat. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los.

§ 12 Absatz 2 KV BO lautet:

„Einer der Berufungsplätze ist für eine die Jugend vertretende Person im Alter von 16 bis 27 Jahren vorzusehen, sofern sich unter den gewählten Kirchenvorstehern nicht bereits eine Person zwischen 18 und 27 Jahren befindet. Ist die die Jugend vertretende

Person unter 18 Jahre alt, ist das schriftliche Einverständnis der Sorgerechtsinhaber für eine Mitarbeit im Kirchenvorstand Voraussetzung für die Berufung. Ist die die Jugend vertretende Person unter 18 Jahre alt, hat sie bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres

Antrags- und Rederecht, mit Vollendung des 18. Lebensjahres auch das Stimmrecht. Ist die die Jugend vertretende Person minderjährig, so bleibt sie bei der Feststellung der Beschlussfähigkeit des Kirchenvorstands im Sinne von § 18 Absatz 1 Satz 1 KG O bis zum

Eintritt der Volljährigkeit unberücksichtigt. Steht keine die Jugend vertretende Person im Sinne von Satz 1 zur Verfügung, kann die Berufung eines anderen zum Kirchenvorsteher wählbaren Kirchgemeindegliedes erfolgen.“

Weiterführende Informationen unter:

Am Samstag, dem 25.07.2020, ging es mit unseren Mountainbikes früh um acht los. Die erste Etappe führte uns fünf in die Kirche Clausnitz zur Andacht. Ausgehend vom Spruch aus Prediger 7,18 „meide die Extreme“ haben wir über Mut, Ausdauer und unsere Grenzen nachgedacht. Nach dem Denken kam die Bewegung. Vor allem auf Feld- und Waldwege sind wir über Nassau und den Röthenhübel nach Frauenstein auf den Sandberg (s. Foto) gefahren. Von dort ging es hinunter ins Gimmlitztal an der Illigmühle vorbei und über den Kammweg nach Rechenberg zurück. Spätestens am dritten längere Anstieg haben wir unsere Grenzen in Lunge und Beinen gespürt. Wir wurden aber mit schönen Aussichten, ein paar Keksen, nettem Geplauder und natürlich der Abfahrt belohnt. Am Ende blicken wir auf stolze 30 Kilometer mit über 700 Höhenmetern zurück. Danke an alle die mitgefahren sind. Gerne wieder! Euer Pfr. Pohle

Foto privat